SPD-Fachgespräch mit Bundestagsabgeordneter Brunhilde Irber in Georgenberg - Radwege ein großes Plus

Veröffentlicht am 31.01.2008 in Regionalpolitik

Für Annette Karl ist der Tourismus ein großer Wirtschaftsfaktor. Umso mehr will sich die SPD-Kreisvorsitzende und Landratskandidatin für eine verstärkte regionale Zusammenarbeit einsetzen, um sinkenden Übernachtungszahlen entgegenzuwirken. Beim zweiten Fachgespräch des Kreisverbandes am Dienstag im Landhotel "Kastanienhof" zum Thema "Tourismus im Landkreis Neustadt - neue Chancen durch neue Wege?" befürwortete Karl auch ein professionelles Regionalmarketing.

Laut Stefan Reiser gibt es in der Gemeinde Georgenberg etwa 30 eingetragene Vermieter. "Die Übernachtungszahlen liegen seit einigen Jahren zwischen 28 000 und 31 000", wusste der Bürgermeisterkandidat.

"Ich meine, dass zwischen einer Philosophie des Tourismusverbandes Ostbayern und Möglichkeiten von Vermietern einer Ferienwohnung oder kleinen Pension erhebliche Differenzen bestehen", meinte Josef Forster. Der Geschäftsleiter des Marktes Waidhaus sprach von rückläufigen Übernachtungszahlen und spürbarer Resignation von so genannten "kleineren Vermietern" und nannte als Hauptziel, eine "Marke" zu schaffen. "Diese muss Sehnsüchte und Begehrlichkeiten beim potenziellen Gast wecken, um ihn davon zu überzeugen, dass er auch in dieser Region einen tollen Urlaub verbringen kann."

Seminare der VHS

Nach Ansicht von Stefan Freudenreich vom Hotel "Lindenhof" in Braunetsrieth muss die Qualität der Häuser absoluten Vorrang haben. Wie sich die Quartiergeber besser darstellen können, verdeutlichte Ralf Pinzer, der Geschäftsführer der Volkshochschule Vohenstrauß. Er warb für die von der VHS angebotenen Seminare im Tourismus-Bereich.

"Der Tourismus in unserem Land boomt", war eine der Feststellungen der Bundestagsabgeordneten Brunhilde Irber. Die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Tourismus im Bundestag sprach von rund 2,8 Millionen Arbeits- und mehr als 115 000 Ausbildungsplätzen in diesem Bereich. "Wir brauchen einen Qualitätstourismus und bessere Ausbildung unserer Touristiker", forderte die Parlamentarierin. Und weil der wirtschaftliche Erfolg auch bei den Beschäftigten ankommen soll, "stehe ich für einen Mindestlohn statt prekärer Beschäftigungsverhältnisse".

Irber freute sich zwar über den Trend, im eigenen Land Urlaub zu machen - vor allem bei Zweit- und Drittreisen - und den Zuwachs bei den Gästeankünften, will aber noch mehr vom Kuchen für Ostbayern: "Wir müssen die Trends der Zeit erkennen und uns darauf einstellen."

Beitragen sollen etwa Kur- und Gesundheitsurlaub. Schließlich sei Bayern "in", sagte die Rednerin, auch beim "Urlaub auf dem Land und in der Natur". So lasse die Region auch die Wanderherzen höher schlagen. Tourismusfachgespräch - Chancen im Landkreis Neustadt Waldnaab
Immerhin hätten im vergangenen Jahr drei Wanderwege in Ostbayern das Gütesiegel "Qualitätsweg" erhalten. "Der Goldsteig zwischen dem Oberpfälzer Wald und Bayerischem Wald ist mit 660 Kilometern der längste und damit vielseitigste und prädikatisierte Fernwanderweg Deutschlands."

Auf dem richtigen Weg

Ein "Highlight in Ostbayern" sind für Irber, die sich für regionale Kooperationen aussprach, auch die vielen Radwege. Summa summarum sei die Region auf dem richtigen Weg. "Die Kombination von Urlaub und Gesundheitsaufenthalt ist zukunftsträchtig", meinte die Abgeordnete in Anbetracht der älter werdenden Gesellschaft.

Ein großes Lob erhielt nicht zuletzt das Landhotel "Kastanienhof", nach Irbers Ansicht ein Beispiel von ehrlicher Vermarktung. "Hier passt alles, angefangen von der Wirtin bis zu den Angeboten."

aus oberpfalznetz.de

 
 

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